Schutzmaske - Mund-Nasen-Bedeckung

Person mit Schutzmaske

Allgemeine Hinweise zu Schutzmasken

Eine Schutzmaske, bzw. eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt dazu bei, die Übertragung von Coronaviren einzudämmen.

Nach aktuellem Wissensstand kann das neuartige Coronavirus schon mehrere Wochen vor den ersten Symptomen ansteckend sein. Es gibt jedoch auch Krankheitsverläufe, welche ganz ohne Symptome ablaufen. Als allgemeiner Hinweis gilt, dass in Situationen, in denen sich der empfohlene Abstand zu anderen Menschen nicht einhalten lässt, vorsorglich eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Schutzmasken dienen vor allem dem Fremdschutz und schützen das Gegenüber. Die entstehenden Tropfen durch Husten, Niesen oder Sprechen, können dadurch gebremst werden. Wichtig jedoch ist, dass eine Schutzmaske nicht ein trügerisches Sicherheitsgefühl erzeugen darf. Eine intensive Händehygiene sowie die Einhaltung der Abstandsregeln (mindestens zwei Meter) sollte nicht vernachlässigt werden.

Was muss beim Tragen einer Schutzmaske beachtet werden?

Bevor die Schutzmaske aufgesetzt werden darf, müssen die Hände gründlich mit Seife gewaschen werden (mindestens 20 bis 30 Sekunden). Wird die Maske im nächsten Schritt aufgesetzt, so muss darauf geachtet werden, dass Nase und Mund bis zum Kinn abgedeckt sind und die Schutzmaske an den Rändern möglichst eng anliegt. Wichtig dabei ist, dass spätestens die Maske dann gewechselt werden muss, wenn diese durch die Atemluft durchfeuchtet ist, da sich dadurch zusätzliche Keime ansiedeln können. Es sollte, wenn möglich vermieden werden, die Schutzmaske während des Tragens anzufassen oder zu verschieben.

Beim Abnehmen der Schutzmaske sollte darauf geachtet werden, dass nicht die Außenseiten der Maske berührt werden. Hier befinden sich die meisten Erreger. Es sollten die seitlichen Laschen gegriffen und die Schutzmaske vorsichtig abgelegt werden. Anschließend sollten die Hände erneut gründlich mit Seife gereinigt werden (mindestens 20 bis 30 Sekunden). Weiterhin, können im Leitfaden des Robert Koch Instituts weitere Richtlinien zur korrekten Anwendung einer Schutzmaske nachgelesen werden.

Welche Unterschiede gibt es zwischen den Schutzmasken

Hand mit Schutzmaske
Partikel-filtrierende Halbmasken

Schutzmasken, wie links abgebildet, halten Schadstoffe und auch Viren ab. Zu unterscheiden ist hier die Filterleistung, welche gestaffelt ist nach FFP1-, FFP2-, und FFP3-Masken (FFP- Filtering Face Piece). FFP-1 hat dabei die geringste Schutzklasse. Hält die Schutzmaske mit geringster Schutzklasse lediglich ungiftige Stäube, Rauchpartikel sowie auch Viren zurück, so können Schutzmasken der Klasse zwei zusätzlich für krebserregende Stoffe eingesetzt werden. Masken mit der höchsten Schutzklasse halten radioaktive Stoffe fern und sind nach wie vor am Besten geeignet zum Schutz vor Viren, Bakterien sowie Pilzsporen. Auf Intensivstationen wird ausschließlich mit FFP2- und FFP3 -Masken gearbeitet. Masken mit dieser Schutzklasse sollten dem medizinischen Personal vorbehalten sein, da diese einen besonders intensiven Schutz vor gesundheitlichen Einflüssen bieten. 

Desinfektionsmittel mit Schutzmaske
Mund-Nasen-Bedeckungen

Sogenannte medizinische Mund-Nasen-Bedeckungen, auch Operationsmasken genannt, werden hauptsächlich in Arztpraxen, Kliniken oder in der Pflege als Schutzausrüstung eingesetzt. Diese dienen primär dem Schutz des Gegenübers und können Speichel- oder Atemtröpfchen des Trägers verhindern. Diese Masken gibt es außerdem als sogenannte „Community-Masken“, die den medizinischen Schutzmasken sehr stark ähneln, jedoch weniger Schutz bieten und für den Alltagsgebrauch geeignet sind. 

Selbstgemachte Schutzmasken
Selbstgemachte Masken

Selbstgemachte Schutzmasken, auch „DIY-Masken“ genannt (DIY – Do It Yourself), werden aus handelsüblichen Stoffen in unterschiedlichsten Varianten hergestellt. Im Internet sind inzwischen zahlreiche Artikel mit Nähanleitungen zu finden. Auch Firmen, wie Textilhersteller, stellen teilweise bereits solche Masken her. Steht keine derartige Maske zur Verfügung, so können auch ein Schal oder ein Tuch vor den Mund und die Nase gehalten werden. Träger sogenannter DIY-Masken, können sich jedoch nicht darauf verlassen, dass diese Sie oder Andere vor einer Übertragung des Coronavirus schützen. Für solche Masken wurde keine entsprechende Schutzwirkung nachgewiesen. Trotzdem können solche Schutzmasken dazu beitragen, die Geschwindigkeit des Atemstroms oder des Tröpfchen Auswurfs zu reduzieren und das Bewusstsein für einen Mindestabstand, sowie einen gesundheitsbezogenen und achtsamen Umgang unterstützen.