Wozu braucht man Schutzausrüstung?

Schutzausrüstung ist nach wie vor am Wichtigsten, um die Ausbreitung der COVID-19-Pandemie zu verlangsamen und eine Ansteckung zu verhindern. Doch diese ist nicht nur in der aktuellen Zeit ein wichtiges Thema, sondern beschäftigt den medizinischen Bereich durchgehend. Verschiedene Einsatzorte stellen dabei unterschiedliche Anforderungen an die Schutzausrüstung.

Das Bild ist in einem Operationssaal aufgenommen. Für das abgebildete medizinische Personal ist es sehr wichtig Schutzkittel als Schutzausrüstung zu tragen.

Schutzkittel

Schutzkittel als Teil der Schutzausrüstung dienen dazu, die Kontamination der normalen Kleidung vor zum Beispiel Infektionserregern zu verhindern. Keimarme Kittel bieten lediglich dem Kittelträger einen Kontaminationsschutz, während sterile Kittel zusätzlich dem Patienten Schutz vor Infektionen bieten. Die Unterscheidung der Arten der Ausrüstung ist in der Praxis zum Beispiel bei Operationen von großer Bedeutung. Um den vollen Schutz zu gewährleisten ist die korrekte Verwendung und gegebenenfalls die Säuberung entscheidend. Die Schutzausrüstung sollte bei medizinischer Anwendung dringend nach CE-Kennzeichnung oder DIN 14 126 als Medizinprodukt bzw. Schutzkleidung geführt werden.

Mund-Nasen-Schutz

Schutzausrüstung, wie Masken, stellen eine mechanische Barriere für Mikroorganismen dar und halten so Schadstoffe und auch Viren ab. Zu unterscheiden ist hier die Filterleistung, welche gestaffelt ist von FFP1-, FFP2-, bis FFP3-Masken. FFP steht dabei für „Filtering Face Piece“. FFP-1 bezeichnet die geringste Schutzklasse. Hält die Schutzausrüstung mit Schutzklasse 1 lediglich ungiftige Stäube, Rauchpartikel und Viren zurück, so können Masken der Klasse 2 bereits zum Schutz vor krebserregenden Stoffen eingesetzt werden. Schutzmasken mit der höchsten Schutzklasse können radioaktive Stoffe fernhalten und sind zum Schutz vor Viren, Bakterien sowie Pilzsporen am besten geeignet. Auf Intensivstationen werden ausschließlich FFP2- und FFP3 -Masken verwendet. Schutzausrüstung mit dieser Schutzklasse sollte dem medizinischen personal vorbehalten werden, da diese einen besonders effektiven Schutz vor gesundheitlichen Gefahren benötigen. Mund-Nasen Bedeckungen und DIY-Masken können hingegen auch nicht-medizinischem Personal bei korrekter Anwendung dienen Speichel-oder Atemtröpfchen des Trägers vor dem Verteilen in der Umgebung abzuhalten.

Es ist eine Frau zu sehen, die eine Schutzmaske als Schutzausrüstung trägt.
Zwei Menschen, die sich mit medizinischen Handschuhen als Schutzausrüstung, die Hände geben.

Medizinische Handschuhe

Zur Schutzausrüstung von medizinischem Personal gehören ebenfalls medizinische Handschuhe. Diese dienen nicht nur dem Schutz der Haut vor Körperflüssigkeiten wie Blut, Wundsekret, Ausscheidungen und anderen Körperflüssigkeiten, sondern auch dem Schutz vor chemischen und physikalischen Einwirkungen. Je nach Anwendungsfall werden unterschiedliche Handschuhe als Schutzausrüstung benötigt. Die Schutzhandschuhe unterscheiden sich dabei in der Elastizität, der Passgenauigkeit, der Durchlässigkeit, der mechanischen Stabilität, und der Gefühlsdurchlässigkeit. Wichtig ist, dass ein Tragen von Handschuhen grundsätzlich kein Ersatz für die hygienische Händedesinfektion, vor und nach Gebrauch, ist.

Sonstige Schutzausrüstung

Ein umfassender Schutz bei besonders aggressiven Erregern, wie beispielsweise dem Ebola Virus, bietet der Einmalschutzanzug. Er bildet eine mechanische Schutzhülle für den ganzen Körper und ist meist mit einem speziellen Atemschutz, teilweise sogar mit einem eigenen Frischluftgebläse, ausgestattet. Kopfhauben werden in OP-Bereichen verwendet, um Kontamination zu vermeiden. Schutzausrüstung wie Augen- und Gesichtsschutz dient dem Spritzschutz von Erregern oder chemischen Stoffen. Schutzschuhe dienen dazu, einen Arbeitsbereich kontaminationsfrei zu betreten und bei Verlassen eine einfache Desinfektion zu ermöglichen.

Ein Mann, der eine spezielle Schutzausrüstung verwendet. Er trägt eine Atemmaske mit Sauerstoffzufuhr.