Ressourcenmangel - Der Mangel an Ressourcen

Hilfe es herrscht Ressourcenmangel! Leere Supermarktregale! Fehlende lebenswichtige Arzneimittel! Keine Beatmungsgeräte mehr verfügbar! 

Vielen Menschen begegnen aktuell das erste Mal in ihrem Leben solchen oder ähnlichen Horrorszenarien. Dies ist bedingt durch die aktuell vorherrschende COVID-19-Pandemie. Die Ursache für solche Szenarien liegt dabei in einem akuten Ressourcenmangel an lebenswichtigen Utensilien. Doch was genau ist ein Ressourcenmangel? Und wie kommt dieser zustande?

Auf diesem Bild ist im Hintergrund eine Person zu sehen, welche ein weißes Schild hält. Auf diesem Schild ist mit schwarzer Schrift der Satz "SORRY, WE DON'T HAVE ANY SANITIZER" geschrieben. Es herrscht also akuter Ressourcenmangel an Desinfektionsmittel.

Was versteht man unter einem Ressourcenmangel?

Ressourcenmangel kann auch als Ressourcenengpass oder Ressourcenknappheit bezeichnet werden. Darunter versteht man im Allgemeinen ein Auftreten knapper Kapazitäten. Dazu gehören zum Beispiel Absatz, Finanzen, Maschinenkapazitäten, Beschaffung, Organisation oder dispositive Faktoren. Mithilfe der Ressourcenplanung wird versucht einem Ressourcenmangel vorzubeugen.

Ein Ressourcenmangel ergibt sich beispielsweise, wenn eine Arbeitsstation bereits mit maximaler Kapazität arbeitet. Gleichzeitig dazu erhöht sich die Produktionsmenge an einer vorgelagerten Stelle in der Fabrik weiter. Kann der Durchsatz an dieser Arbeitsstation nicht weiter erhöht werden, so kann der Bedarf nicht befriedigt werden. Somit liegt ein Ressourcenengpass an der Ressource Maschinenkapazität vor.

In welchen Bereichen herrscht ein akuter Mangel an Ressourcen?

Bedingt durch die aktuell anhaltende COVID-19-Pandemie ist das Thema Ressourcenmangel häufig in den Medien präsent. Ein Engpass kann dabei an den unterschiedlichsten Gütern auftreten. Die entstehenden Auswirkungen unterscheiden sich dabei drastisch.

Mexiko gilt als viertgrößter Produzent und größer Exporteur von Bier der Welt. Einige Medien berichteten, dass Mexiko am 06. April 2020 die Bierproduktion einstellen musste. Der Grund dafür lag in den strengen Corona-Beschränkungen der Regierung. Seither wird von den Beständen des zuvor gebrauten Bieres verzehrt. Diese Bestände leeren sich jedoch nach und nach.

Anders sieht es aus bei dem deutlichen Ressourcenengpass an Toilettenpapier im Lebensmittelhandel. Im Gegensatz zu dem Mangel bei der Bierproduktion liegt hier bei den meisten Herstellern kein dramatischer Engpass in der Produktion vor. Die leeren Supermarktregale sind hier vielmehr eine Folge des Ressourcenmangels Disposition bzw. Logistik.

Ressourcenmangel bei Toilettenpapier! Es ist eine eine leere Toilettenpapierrolle zu sehen. Ein letztes weißes Blatt mit der Aufschrift "Dont't Panic!" hängt von der Rolle herunter.

Welche Gefahren bestehen?

Ob ein Mangel an Bier und Toilettenpapier als dramatisch oder doch eher als nicht dramatisch einzustufen ist, ist natürlich jedem selbst überlassen. Leider gibt es jedoch bedingt durch die aktuelle COVID-19-Pandemie auch Ressourcenengpässe welche ohne Frage als extrem gefährlich einzustufen sind.

In einigen Zeitschriften wurde darüber berichtet, dass Deutschen Nachrichtendienste und Sicherheitsbehörden einen deutlichen Engpass an Arzneimitteln befürchten. Gründe dafür sind der gedrosselte Export aus China aufgrund der starken Produktionsausfälle. China versucht wegen des Engpasses zunächst eigene Bedarfe zu decken. Zusätzlich verschlimmern Hamsterkäufe und erhöhte Bedarfe an intensivmedizinischen Arzneimitteln den sowieso schon starken Ressourcenmangel. Extreme Preissteigerungen können hierbei noch zu den harmloseren Folgen gezählt werden. Sollten lebenswichtige Medikamente nicht lieferbar sein, kann dies zu einer lebensgefährlichen Situation für viele Menschen führen. Auch Schutzausrüstung, Desinfektionsmittel, Beatmungsgeräte und Krankenhausbetten zählen zu einem Ressourcenengpass, welcher sehr gefährlich werden kann. Solche Ressourcenmängel gelten als dringend zu vermeiden.