Pandemieplanung - Mit Plan durch die Pandemie

Auf diesem Bild ist die Welt zusehen, welche in ihrer Gesamtheit von einem Virus befallen ist. Eine Pandemieplanung kann die Welt im Ernstfall unterstützen.

Pandemieplanung ist in Zeiten der COVID-19-Pandemie nicht nur ein Begriff, mit dem sich die Politik auseinandersetzen muss. Einige Unternehmen müssen sich wohl das erste Mal intensiv und ausführlich mit dem Begriff beschäftigen. Doch was genau versteht man unter dem Begriff Pandemieplanung und wie können sich Unternehmen auf eine Pandemie vorbereiten?

Mit Hilfe eines Pandemieplans versuchen sich unter anderem Bundesländer, Gemeinden oder Unternehmen auf das mögliche Eintreten einer Pandemie vorzubereiten. Das oberste Ziel besteht darin, die Gesundheit aller Beteiligten sicherzustellen. Gleichzeitig soll den negativen Auswirkungen einer Pandemie entgegengewirkt werden.

Was ist wichtig für Unternehmen?

Eine optimale Vorbereitung auf eine Pandemie gibt es nicht. Niemand weiß, ob und wann es zu einer Pandemie kommt. In welcher Form und in welchem Ausmaß ist ebenfalls unbekannt. Dadurch sind die genauen Auswirkungen und entstehenden Probleme nicht abzusehen. Grobe Schätzungen und Eventualitäten können jedoch allen Beteiligten dabei helfen, möglichst gesund und mit so wenig Verlust wie möglich über die Pandemie hinwegzukommen. Dazu bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ein Handbuch zur Betrieblichen Pandemieplanung.

 

Pandemieplanung in 5 Schritten

1. Zuständigkeiten festlegen

Um im Ernstfall gerüstet zu sein, ist es wichtig im Falle einer Pandemie Ansprechpartner oder gar einen Krisenstab im Unternehmen zu bilden. So ist es möglich, dass die auftretenden Fragen schnellstmöglich beantwortet werden können.


2. Wie würde sich die Pandemie auf das Unternehmen auswirken?

Die Kernprozesse des Unternehmens müssen identifiziert werden. Anschließend müssen zu jedem Kernprozess die Folgen eines möglichen Ausfalls abgeschätzt werden. Für Unternehmen oder Organisationen, welche zur Aufrechterhaltung des allgemeinen Betriebs arbeiten, ist dieser Punkt besonders wichtig. Zu diesem öffentlichen Betrieb gehören beispielsweise die Stromversorgung oder das Gesundheitswesen. Diese Organisationen sind für die Allgemeinheit von essenzieller Bedeutung und müssen unbedingt am Laufen gehalten werden.


3. Gibt es vertragliche Verpflichtungen?

In diesem Schritt müssen die vertraglichen Verpflichtungen gesammelt werden. Dazu gehören beispielsweise vertraglich vereinbarte Lieferungen von Waren. Wenn das Unternehmen aufgrund einer Pandemie diese Verträge nicht weiter einhalten kann, ist unbedingt zu überprüfen, ob und wie lange das Unternehmen weiter existenzfähig bleibt. In diesem Schritt sind auch Lieferengpässe seitens der Zulieferer zu betrachten. Im Falle einer Pandemie wären auch diese betroffen, was zu einem Ressourcenmangel führen könnte.


4. Gibt es Betriebsabläufe, die nicht unterbrochen werden können?

In jedem Unternehmen gibt es einige Abläufe, die kurz- bis mittelfristig eingestellt werden können. Für die Pandemieplanung sind jedoch Abläufe, die nicht unterbrochen werden können, von hoher Bedeutung. Beispielsweise ist es in der Stahlindustrie oftmals nicht möglich die Produktion, wenn auch für kurze Zeit, komplett zu stoppen. Hochöfen müssen immer in Betrieb gehalten werden, da diese nach einem Produktionsstopp meist nicht mehr anlaufen können. Dies würde für einige Unternehmen enorme Kosten verursachen, was die Existenzfähigkeit nach der Pandemie verringern würde.


5. Maßnahmen und Ziele festlegen

Nachdem die einzelnen Betriebsabläufe und Probleme des Unternehmens herausgearbeitet sind, müssen Maßnahmen und Ziele festgelegt werden. Diese Ziele müssen von jedem Unternehmen selbst festgelegt werden. Die dafür notwendigen Maßnahmen sollen dem Unternehmen helfen über eine Pandemie hinwegzukommen und auch darüber hinaus existenzfähig zu bleiben.